Seit 2020 verfolgt Eco-Counter die Entwicklung des Fahrradverkehrs in 14 Ländern und liefert damit einen fundierten Überblick in den Wandel des Fahrrads sowohl als Verkehrsmittel im Alltag als auch als Freizeitaktivität.
Was zeigen die Daten für das Jahr 2025 über die Fahrradtrends in Deutschland und weltweit? Wie positioniert sich Deutschland im Vergleich zu europäischen Vorreitern und im globalen Kontext?
In den untersuchten Ländern nahm die Fahrradnutzung zwischen 2024 und 2025 um 5 % zu. Der Anstieg zeigt sich sowohl an Wochentagen als auch an Wochenenden kontinuierlich. Dieser Entwicklung bestätigt den internationalen Trend hin zu nachhaltiger Mobilität und einem aktiven Lebensstil. Nach einem Rückgang infolge der COVID-Pandemie zwischen 2020 und 2023 ist 2025 das zweite Jahr in Folge mit positivem Wachstum.
Fokus auf Deutschland: Mit einem Zuwachs von 6 % seit 2019 verzeichnet Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarländern ein moderates, aber stabiles Wachstum. Hinter dieser Entwicklung stehen jedoch regionale Unterschiede und zahlreiche lokale Initiativen - etwa der Ausbau von Radschnellwegen sowie die stärkere Integration des Fahrrads in kommunale und städtische Mobilitätsstrategie.
Entwicklung des Fahrradverkehrs (2025 vs. 2019):
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Land |
Entwicklung 2019-2025 (Wochentage) |
Entwicklung 2019-2025 (Wochenende) |
Gesamtentwicklung |
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Belgien |
+59 % |
+46 % |
+56 % |
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Frankreich |
+54 % |
+51 % |
+53 % |
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Irland |
+14 % |
+42 % |
+22 % |
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Deutschland |
+4 % |
+9 % |
+6 % |
Mehrere Faktoren können den im Vergleich zu anderen europäischen Ländern geringeren Anstieg des Radverkehrs in Deutschland erklären.
Deutschland verfügt bereits von einem sehr hohen Bestand (rund 79 Millionen Fahrräder im Jahr 2020, darunter etwa 7 Millionen E-Bikes). Dadurch fallen sogenannte „Nachholeffekte”, wie sie in anderen Ländern zu beobachten sind, naturgemäß geringer aus. Die Verkaufszahlen stiegen bis 2022 deutlich an, verzeichneten jedoch 2023 einen spürbaren Rückgang. Marktanalysen werten dies als Normalisierung nach einemaußergewöhnlichen Nachfrageboom während der Pandemie.
Ein Teil des aktuellen Wachstums in anderen Ländern ist als Fortsetzung des pandemiebedingten Fahrradboom zu interpretieren. In Deutschland hingegen scheint sich die Nutzung stärker wieder an das Niveau und die Gewohnheiten vor der Krise angenähert zuhaben.
Der Markt für E-Bikes entwickelt sich weiterhin dynamisch und wird insbesondere durch Freizeit-, Gesundheits- und Komfortmotive getragen. Damit wird mit einem erwarteten Wachstum von rund 8 % pro Jahr über das laufende Jahrzehnt erwartet. Ein relevanter Anteil dieser E-Bikes wird jedoch primär für Freizeitaktivitäten genutzt und weniger zur Substitution von Autofahrten im Alltag. Dies begrenzt den Anstieg des täglichen Modalanteils des Fahrrads.
Eco-Counter unterstützt Städte, Regionen und Organisationen mit maßgeschneiderten Studien und Echtzeitdaten dabei, Radverkehr fundiert zu verstehen, zu fördern und gezielt weiterzuentwickeln. Ganz gleich, ob globale oder regionale Vergleichsstudie oder Analyse, unser Team begleitet Sie bei der Auswertung und Interpretation Ihrer Daten.
Sie möchten die aktuellen Trends in Deutschland vertiefen oder eine individuelle Analyse für Ihre Region durchführen? Kontaktieren Sie uns, um zu erfahren, wie valide und objektive Datengrundlagen Ihre strategischen Entscheidungen unterstützen können.
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