Unsere Blog | Eco-Counter

Freiburg setzt beim Radverkehr weiter Maßstäbe

Geschrieben von Bianca Phan Ban | 19.06.2026

Freiburg gehört seit Jahren zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands, und die aktuellen Zahlen bestätigen diesen Trend eindrucksvoll. Im Jahr 2025 waren in Freiburg mehr Menschen mit dem Rad unterwegs als je zuvor; die Stadt meldet für die 17 Zählstellen eine verlässliche Datengrundlage für Planung und Entwicklung des Radverkehrs.

Radverkehr mit Wachstum

Besonders deutlich wird das Wachstum an den wichtigsten Messpunkten: Die Wiwilibrücke bleibt mit 3,62 Millionen gezählten Rädern im Jahr 2025 die unangefochtene Nummer eins. Auch weitere zentrale Achsen wie die FR1 Dreisam / Otto-Wels-Straße, der Rotteckring und die Rempartstraße verzeichnen sehr hohe Werte und unterstreichen, wie stark der Radverkehr im Alltag verankert ist.

Zwischen 2015 und 2025 nahm der Radverkehr an den vier Stationen Wiwilibrücke, FR1 Otto-Wels-Straße, FR2 Süd und FR3 um mehr als 20 Prozent zu, also deutlich stärker als die Bevölkerung im selben Zeitraum. Das zeigt: Die Nachfrage nach guter Radinfrastruktur wächst nicht nur mit der Stadt, sondern oft sogar schneller.

Zahlen, die Planung möglich machen

Genau hier liegt der Mehrwert der Zählstellen: Sie liefern nicht nur einzelne Momentaufnahmen, sondern kontinuierliche Daten über Nutzung, Tagesverlauf und langfristige Entwicklung. In Freiburg unterstützen die Daten der Eco-Display Classic+ die Verkehrsplanung des Garten- und Tiefbauamts und machen sichtbar, wie intensiv die einzelnen Routen tatsächlich genutzt werden.

Die Stadt setzt dabei bewusst auf Transparenz. Seit 2024 wurden fünf weitere Zählstellen ergänzt, sodass inzwischen 17 Standorte den Radverkehr im Stadtgebiet erfassen. Diese Entwicklung macht Freiburg zu einem besonders spannenden Beispiel dafür, wie datenbasierte Verkehrsplanung in der Praxis funktioniert.

© Stadt Freiburg | Gutzmer

Radfahren im Alltag

Bemerkenswert ist auch, dass Freiburg nicht nur im Sommer Fahrradstadt ist. Die Zahlen zeigen, dass selbst in den Wintermonaten Dezember bis Februar jeweils noch ein relevanter Anteil der Jahresfahrten erfasst wird. Das spricht für eine stabile Radkultur, die nicht von Wetter oder Jahreszeit allein abhängt.

Auch auf politischer und infrastruktureller Ebene bleibt das Thema in Bewegung. Die Daten fließen unter anderem in die Planung des Radschnellwegs RS6 ein; dafür wurde Ende 2025 eine zusätzliche Zählstelle am Abzweig Wildtalstraße Richtung Gundelfingen eingerichtet. Damit wird deutlich, dass Freiburg Radverkehr nicht nur misst, sondern aktiv weiterentwickelt.

Fazit

Freiburg zeigt, wie moderne Radverkehrsförderung aussehen kann: mit konsequentem Ausbau, hoher Akzeptanz und einer belastbaren Datengrundlage durch Zählstellen an stark frequentierten Strecken. Für Eco Counter ist die Stadt ein überzeugendes Beispiel dafür, wie sichtbare Zählinfrastruktur, verlässliche Daten und kluge Planung zusammenwirken.

Hier geht es zur Weltkarte der Eco-DISPLAYS